Theorie des Tauchens
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| Die Tauchermaske:
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Der
Schnorchel:
Der Schnorchel ermöglicht es dem Taucher bequem an der Oberfläche zu schwimmen, da er zum Atmen seinen Kopf nicht über Wasser heben muss. Der Schnorchel sollte aus einem festen Rohr von höchstens 35 cm Länge und 15-20 mm Durchmesser bestehen. Das Mundstück soll halb- rund sein, glatt und fest (möglichst nicht, durch einen Faltenschlauch) mit dem Rohr verbunden sein. Faltenschläuche sind allein deshalb schon ungeeignet, weil sich in den Rillen Wasser ansammelt, das bei starker Einatmung in die Lungen gelangen könnte. Mal ganz abgesehen von hygienischen Aspekten. Wenn warmes Wasser längere Zeit im Schnorchel steht, bilden sich schnell Keime und Pilze, die beim Atmen in den Mundraum und die Atemwege gelangen können. Um von anderen Wassersportlern und Booten besser erkannt zu werden, sollte das Rohr am oberen Ende eine signalfarbene Markierung tragen.
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| Schnorchel mit Faltenschlauch |
Schnorchel mit glattem Rohr |
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Phase
IV Auftauchen
Physikalische und medizinische
Grundlagen des Tauchens ohne Gerät: Zurück Luft besteht aus einem Gasgemisch. Trockene Luft setzt sich wie folgt zusammen:
Da bei der Atmung Sauerstoff zu Kohlendioxyd „umgewandelt“ wird, unterscheidet sich die Zusammensetzung der Ein- und Ausatemluft. Obwohl Menschen in einer Luftatmosphäre leben, befassen sich die meisten Menschen im Alltag eher selten mit der Luft. Ebenso wenig machen sich die wenigsten Gedanken über das Gewicht der Luft. Nur vom Druck der Luft hört man ab und zu etwas im Wetterbericht. Für Taucher ist es notwendig mehr über diese Dinge zu wissen, denn nur so können wir auch die physikalischen Gegebenheiten und deren Wirkung auf den menschlichen Organismus unter Wasser verstehen. Alle Materie hat ein Gewicht - auch die Luft. Bei einer Höhe unserer atmosphärischen Luftsäule von 80-100 km kommt ein sehr großes Luftgewicht zustande. Entscheidend ist jedoch das Gewicht (besser die Gewichtskraft) auf eine bestimmte Fläche. Die Gewichtskraft pro Flächeneinheit entspricht dem Druck.
Über jedem cm Erdoberfläche steht eine Luftsäule, die ein Gewicht von 1 kg hat. Dieses Gewicht entspricht einer Gewichtskraft von 10 Newton. Newton (N) ist die physikalische Einheit für Kraft (F). 1kg Masse entspricht einer Gewichtskraft von 10 N. 10 Newton pro cm nennt man 1 bar. Es lastet also auf jedem Quadratzentimeter des menschlichen Körpers eine Gewichtskraft von 10 N. Die Oberfläche des Menschen beträgt 15000 - 18000 Quadratzentimeter. Auf dem Körper lastet also ein Gewicht von 15 - 18 Tonnen. Die festen und flüssigen Bestandteile unseres Körpers (z.B. Knochen und Blut) zeigen keine Wirkung bei diesem Druck bzw. sind nicht komprimierbar. Bei den luftgefüllten Teilen des Körpers wirkt ein gleicher Druck von innen dem großen Aussendruck entgegen. Es herrscht ein "Gleichgewicht". Die Luft in der Lunge steht beispielsweise unter dem gleichen Druck, wie der atmosphärische Druck, der von außen einwirkt. Darum wird der menschliche Körper nicht zerquetscht. Man empfindet diesen Druck nicht. Da Wasser bekanntlich um einiges schwerer ist als Luft, verdoppelt sich bereits in 10 Meter Wassertiefe der Druck. Der Druck in einer beliebigen Wassertiefe (ausgehend von der Höhe des Meeresspiegels) lässt sich nach der folgenden Formel einfach berechnen.
Luft und Wasser unter Druck (BOYLE-MARRIOTTESCHE-GESETZ): Zurück Während Wasser als Flüssigkeit nicht kompressibel ist, kann Luft auf Grund der Verschiebbarkeit der Moleküle im alle Richtungen verdichtet werden. Den Zusammenhang zwischen dem Druck und dem zur Verfügung stehenden starren Raum beschreibt das BOYLE-MARRIOTTESCHE-GESETZ: “Bei gleich bleibender Temperatur verändert sich das Volumen eines Gases im umgekehrten Verhältnis zu seinem Druck.“ Befindet sich z.B. Luft in einem Zylinder von 1 Liter Volumen, so herrscht in diesem Raum unter normalen Bedingungen ein Druck von 1 bar. Erhöht man diesen Druck auf 2 bar, so verringert sich das Volumen auf 0,5 Liter. Das Produkt aus dem Druck und aus dem Volumen bleibt aber stets gleich. Bei einer Erhöhung des Druckes auf 4 bar verringert sich das Volumen auf 0,25 Liter, die Multiplikation des Druckes mit dem Volumen ergibt auch jetzt wieder denselben Wert. Wenn wir einen luftgefüllten Gaszylinder von einem Liter Inhalt auf 30 Meter Tiefe gezogen haben, wobei das Volumen kleiner, der Druck entsprechend größer wurde, so verhält sich auch die Luft gefüllte Lunge des Freitauchers (Taucher ohne Gerät). Ihm steht nur ein Luftvolumen von ca. 6 Litern zur Verfügung, das sich ebenfalls als abgeschlossene Gasmenge nach dem BOYLE-MARRIOTTESCHEN-GESETZ verhält. Luftdruckverhältnisse in der Lunge beim Tieftauchen ohne Gerät: Zurück Bedingt durch sein relativ kleines Lungenvolumen kann der Mensch nur kurze Zeit die Luft anhalten. Die Grenze beim Tieftauchen ohne Gerät kann man im allgemeinen mit 2 Minuten ansetzen. Die Geschwindigkeit beim Abtauchen bedeutet keine Gefahr, wenn wir den Druckausgleich vornehmen. Es soll hier geklärt werden, warum es für den Menschen eine bestimmte Tauchtiefe gibt, die er nicht ohne Gefahr einer gesundheitlichen Schädigung überschreiten kann und auch sie ist nur zu erreichen bei luftgefüllten Lungen und nach langem Training. Was passiert beim Tieftauchen ohne Gerät? Die Lungen werden maximal gefüllt (etwa 6 Liter). Beim Abtauchen nimmt der Umgebungsdruck mit steigender Tiefe zu, dadurch wird der Brustkorb zusammen- und der Bauch eingedrückt was zu einem Höhertreten des Zwerchfelles führt. Dadurch steigt auch im Brustinnern der Druck an (Druckerhöhung = Volumenverkleinerung nach dem Boyle-Mariotteschen Gesetz). In einer Wassertiefe von 30 Metern, also bei einer Drucksteigerung auf das 4-fache, ist das Luftvolumen in der Brust auf ein Viertel verkleinert. Die 6 Liter Gesamtkapazität sind auf einen Raum von 1,5 Litern komprimiert, dieser entspricht aber dem Volumen der Restkapazität, d.h. dem Teil des Lungeninhaltes, der nach tiefer Ausatmung noch luftgefüllt bleibt. Durch den ebenfalls 4-fachen Druck in dem Lungenvolumen herrscht aber noch Druckgleichheit zwischen dem Innern der Lunge und dem umgebenden Wasser. Nun ist jedoch die Tiefengrenze erreicht. Wird noch tiefer getaucht, steigt der Außendruck weiter an. Der Druck im Brustinnenraum kann jedoch nicht mehr gesteigert werden, da der Brustkorb nicht mehr ohne Verletzung verkleinert werden kann. Im Brustkorb entsteht ein relativer Unterdruck. Dies ist für den Taucher das gefährliche Stadium. Es wird das im großen Blutkreislauf unter dem Außendruck stehende Blut in den kleinen Lungenkreislauf und die Alveolen der Lunge hineingezogen.
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Das Herz kann das Blut nicht gegen die Sogwirkung aus dem Lungenraum in entgegengesetzter Richtung, in Richtung großen Kreislauf, transportieren. Durch den Sog wird die rechte Herzkammer überdehnt, die linke Herzkammer erhält kein Blut. Blut und Gewebeflüssigkeit wird in die Lunge gesaugt. Es kommt dabei zu einem so genannten Lungenödem, einem Zustand, der dem Ertrinken ähnlich sein kann. Auch hier wäre die Lunge mit Flüssigkeit gefüllt. Bei einer Überschreitung der Grenztiefe für Freitaucher kommt es zu Bewusstlosigkeit und anschließendem Ertrinken.
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Luftdruckverhältnisse bei überlangem Schnorchel: Wie bereits im Kapitel ABC-Ausrüstung erwähnt, dienen alle Schnorchel nur dem Zweck, von der Wasseroberfläche aus die Unterwasserwelt zu beobachten, ohne jedes Mal den Kopf zum Atmen aus dem Wasser heben zu müssen. Alle gängigen Schnorchel sind rund 35 cm lang und heben einen Durchmesser von 2 - 2,5 cm. Warum kann ein Schnorchel nicht länger sein? Die Frage ist berechtigt. An der Wasseroberfläche herrscht ein Druck von 1 bar. Wäre der Schnorchel 50 cm lang, so beträgt der Druckunterschied 0,5 N/cm gegenüber der Wasseroberfläche. Die Oberfläche des Brustkorbes beträgt rund 3000 cm. Will man in 50 cm Wassertiefe Luft von der Oberfläche atmen, so muss eine Wassersäule von 1500 N Gewichtskraft bei jedem Atemzug angehoben bzw verdrängt werden. Das schafft die Atemmuskulatur nicht. Beim Atmen durch einen normal langen Schnorchel muss auf die gleiche Weise Atemarbeit geleistet werden, die über dem normalen Atmen ausserhalb des Wassers liegt. Jedoch ist die aufzuwendende Kraft wesentlich geringer. Hier ein Rechenbeispiel dazu. Brustoberfläche:
3000 cm Theoretisch
könnte man nun meinen, dass durch ein gezieltes Training der
Atemmuskulatur die nötige Kraft aufgebracht werden könnte.
Das ist ein fataler Irrtum. Die eigentliche Gefahr des Tauchens
mit überlangem Schnorchel, ganz ungeachtet des „Trainingszustandes“
der Muskulatur, liegt bei einem physiologischen Effekt: Luftdruckverhältnisse im Mittelohr (Druckausgleich): Zurück Wie
bereits erwähnt, ist Wasser nicht kompressibel. Ebenso verhält
es sich mit allen Flüssigkeiten und flüssigkgeitsgefüllten
Hohlräumen im menschlichen Körper. Wie verhalten sich
aber die luftgefüllten Hohlräume? Ist die Schleimhaut der Eustachischen Röhre geschwollen, wie beispielsweise bei einer Erkältung oder einem entzündlichen Prozess im Mittelohr, gelingt der Druckausgleich meistens nicht. In diesem Fall sollte auf keinen Fall getaucht werden. Eine solche Schleimhautschwellung der Eustachischen Röhre kann auch ad hoc beim Tauchen in kaltem Wasser auftreten. Der Tauchgang sollte abgebrochen werden.
Der Druckausgleich in der Maske: Beim Abtauchen nimmt der Umgebungsdruck wie bereits beschrieben zu. Das heißt, der Druck um die Maske herum ist größer als der im Maskeninnern. So entsteht ein relativer Unterdruck in der Maske, der das Blut wie eine Schröpfkugel unter die Hautoberfläche saugt. Dies hat zur Folge, dass kleine Adern in der Haut und in den Augen platzen. Um dem vorzubeugen, muss man Luft in das Maskeninnere blasen und damit den Unterdruck ausgleichen. Die Maske wird durch Ausatmen durch die Nase belüftet. Der Maskenkörper muss also so konstruiert sein, dass die Nase in die Maske eingeschlossen ist. Einfache Schwimmbrillen sind aus diesem Grund für das Tauchen ungeeignet. Nach dem Henryschen Gesetz lösen sich Gase in Flüssigkeiten bis zu einer Sättigung, die vom Druck der einzelnen Gase abhängig ist. Demnach ist auch der Stickstoff, genauso wie der Sauerstoff, unter normalem atmosphärischem Druck in unserem Körper gelöst vorhanden. Bei einem atmosphärischen Druck von 1 bar beträgt der Partialdruck von Stickstoff in unseren Lungenalveolen etwa 0,8 bar (s. Gesetz von Dalton). Bei einem durchschnittlichen Erwachsenen ist dabei knapp 1 Liter Stickstoff im Körper gelöst, bei einer Blutmenge von etwa 5 Litern. Verändert sich der Luftdruck und mit ihm der Partialdruck des Stickstoffes, so muß sich ein neues Gleichgewicht einstellen. Steigt ein Mensch mit einem Flugzeug in eine dünnere Luftschicht, so wird Stickstoff aus dem Körper herausdiffundieren bis ein Gleichgewicht mit dem Umgebungsteildruck hergestellt ist. Umgekehrt wandert vermehrt Stickstoff in die Körperzellen, wenn wir beim Tauchen einem höheren Stickstoffpartialdruck in unserer Atemluft ausgesetzt sind. Die Aufnahme eines Gases bis zum Gleichgewicht nennen wir Sättigung, die Abnahme Entsättigung. Eine vollständige Sättigung des Körpers dauert bis zu 24 Stunden, je nach Blutversorgung der einzelnen Organe oder Körperteile. Taucht man mit einem PTG auf 40 Meter Tiefe, so ist hier der Stickstoffpartialdruck fünfmal so hoch wie an der Oberfläche. Vereinfacht beträgt er an der Oberfläche 0,8 bar, in 40 Meter Tiefe beträgt dann der Stickstoffpartialdruck 5 * 0,8 bar = 4 bar. Im Blut und Gewebe beträgt der N-Druck anfangs noch 0,8 bar. Bei diesem Gefälle mit dem Gradienten von 3,2 bar wandern nun die Stickstoffmoleküle zum Ort des niederen Partialdruckes. Die Gewebe werden sich langsam entsättigen. Mit der langsam zunehmenden Aufsättigung der Gewebe nimmt natürlich das Druckgefälle zwischen dem Blut und den Geweben ab. Das bedeutet, daß mit dem Kleinerwerden des Druckgefälles die Aufsättigung langsamer vor sich geht. Die Zeit bis zu vollständiger Sättigung hängt nicht vom Druck also nicht von der Tauchtiefe ab. Sie würde in 10 Meter Wassertiefe ebenso lange dauern wie in 40 Meter Wassertiefe. In 10 Meter Wassertiefe hätte der Organismus allerdings nur die doppelte Menge Stickstoff im Vergleich zur Oberfläche aufgenommen. In 40 Meter Tiefe enthielte er nach vollständiger Aufsättigung fünfmal soviel Stickstoff‚ das wären ca. 5 Liter im Vergleich zu etwa 1 Liter an der Oberfläche. Nun würde sich aber bei einem Druckgefälle von 3,2 bar, wie es vorläge, wenn der Taucher nach vollständiger Sättigung aus 40 Meter Wassertiefe sofort auftauchen würde, der Stickstoff nicht langsam entbinden, so wie er in Lösung gegangen ist. Bei einem derartigen Druckgefälle käme es zu dem gleichen Phänomen, welches wir sehen, wenn wir eine Sprudelwasserflasche öffnen. Hier sprudelt und perlt das unter Druck in Lösung gehaltene CO2aus der Flüssigkeit heraus. Beim Tauchen würde der Stickstoff ebenfalls in Form von Gasblasen aus Blut und Gewebe austreten. Wir hätten damit den Zustand der Dekompressionskrankheit. Der krankmachende Faktor der Gasblasenbildung besteht darin, dass die Stickstoffgasblasen in den Geweben Schädigungen hervorrufen, daß sie in den BIutgefäßen auftreten und in den Endverzweigungen, den Kapillaren steckenbleiben. Hier verhindern sie die Blut- und Sauerstoffversorgung des umgebenden Gewebes. Die betroffenen Gebiete werden also nicht mehr ernährt und können, wenn der Zustand anhält, zugrunde gehen. Das Verstopfen eines Blutgefäße nennt man eine Embolie. Hier handelt es sich um eine Gasembolie. Experimente haben gezeigt, daß der kritische Punkt der Gasblasenbildung nicht erreicht wird, wenn der Anfangsdruck nur halbiert wird. Praktisch bedeutet das, daß keine Gasblasen entstehen, wenn man aus 10 Meter Wassertiefe an die Oberfläche aufsteigt, ebenso wenig, wenn nach einem langen Aufenthalt in 30 Meter = 4 bar, der Druck auf die Hälfte = 2 bar oder 10 Meter Wassertiefe reduziert wird. Dieses Phänomen beruht einmal darauf, daß das Blut keine rein wässrige Lösung ist, sondern durch seinen Eiweißgehalt eine größere Grenzflächenspannung als Wasser gegenüber Stickstoff hat. Diese wirkt einer Gasblasenbildung durch die erhöhte Oberflächenspannung entgegen. Es kann etwa zweimal so viel Stickstoff in Lösung gehalten werden als im Wasser unter gleichem Druck. Wir können somit in einer Tiefe von 10 Metern unbeschränkt lange tauchen - auch bis zu völligen Sättigung unseres Körpers - und unbeschadet an die Oberfläche zurückkehren. Tauchen wir tiefer, so hängt es von der Dauer und der Tauchtiefe ab, ob wir ohne Gefahr wieder auftauchen können. Zwar ist die Zeit für eine Sättigung mit einem bestimmten Inertgas für alle Tiefen gleichlang, nur ist die Menge des gelösten Gases natürlich um so größer, je tiefer wir tauchen. Wir werden also, entsprechend dem höheren Druck, in 40 Meter eine größere Menge Stickstoff aufnehmen als in der gleichen Zeit in 20 Meter. Die Sättigung, nach der beim raschen Auftauchen Gasblasen auftreten können, ist in 20 Metern nach 31 Minuten und in 40 Meter Tiefe nach 7 Minuten erreicht. Tauchen wir tiefer oder länger, so müssen wir stufenweise auftauchen, d.h. daß wir in bestimmten Auftauchtiefen bestimmte Auftauchzeiten verbringen müssen. Diese Auftauchstufen sind in Dekompressionstabellen festgelegt. Taucht man so, dass keine Austauchstufen erforderlich sind, so bleibt man in der sog. Nullzeit. Man kann also die Gasblasenbildung im Körper, d.h. die Dekompressionskrankheit, verhindern, indem man 1.
nur Tauchtiefen bis 10 Meter aufsucht Dekompressionstabelle
Symptome
der Dekompressionskrankheiten Berechnen
der Tauchzeit in der geplanten Tiefe:
Zurück Berechnung der Atemgasmenge
in einer Pressluftflasche (Bsp. 10 Liter Flasche): Rechnung: 10 Liter * 200 bar = 2000 bar Liter Die Luftmenge in der Pressluftflasche beträgt also 2000 bar Liter. Davon sind 40 bar Luft als Reserve vorhanden, also (10 * 40 bar = 400 bar Liter) Reserveluft. Die korrekte Bezeichnung für die Luftmenge ist „bar Liter“. Zum besseren Verständnis wird bei den Rechnungen die anschaulichere Bezeichnung „Liter“ für die Luftmenge verwendet. Berechnung des Luftverbrauches: Rechnung: AMV = 20 Liter/Min. Luftvorrat = 1600 Liter 1600 Liter : 20 Liter/Min. = 80 Minuten. Bei dieser Berechnung wird die Luft unter Normaldruck von 1 bar eingeatmet, also an der Wasseroberfläche. Beim Tauchen erhöht sich der Umgebungsdruck pro 10 Meter um 1 bar. Der Lungenautomat gibt uns, auch an der Wasseroberfläche, die Luft unter Umgebungsdruck. Unter Wasser, bei erhöhtem
Umgebungsdruck, wird die Einatemluft komprimiert, sie nimmt ein
geringeres Volumen ein. Das Lungenvolumen muss trotzdem mit Luft
gefüllt werden, damit die Lunge nicht zusammengedrückt
wird. Um dieses Lungenvolumen zu füllen braucht der Taucher
wegen des höheren Umgebungsdruckes eine größere
Luftmenge pro Atemzug als an der Wasseroberfläche bei 1 bar.
Der Luftverbrauch pro Minute steigt. AMV = 20 Liter/Min. b) Tauchtiefe: 40
m = 5 bar Die benötigte Luftmenge pro Minute erhöht sich mit zunehmender Tiefe erheblich. Es hängt bei gleich etwa bleibendem Luftverbrauch hauptsächlich von der Tauchtiefe ab, wie lange der mitgeführter Luftvorrat reicht. c) Berechnung der
möglichen Tauchzeit: Fülldruck 180
bar Zur Verfügung
stehende Luftmenge: 1400 Liter Das angenommene AMV
von 20 Liter/Min. und somit die benötigte Luftmenge von 70
Liter/Min. (in 25 m Tiefe) gilt für geübte und ruhige
Taucher. In Stress-Situationen unter Wasser steigt der Luftverbrauch
sehr stark an,ohne dass der Taucher das bewusst wahrnimmt. Anfänger
sollten immer einen höheren Luftverbrauch einkalkulieren (mind.
30 Liter/Min.).
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